Newsletter März 2016

Gift auf unserer Haut

Warum herkömmliche Kosmetik schadet und wie basische schön und gesund macht
Während kaum noch jemand bestreitet, dass säureüberschüssige Ernährung und mentale Vergiftung zur Verschlackung beitragen, ist der Zusammenhang zwischen Kosmetik und Körperübersäuerung den wenigsten Menschen klar. Wie auch, propagiert doch die Kosmetikindustrie in ihrer Werbung seit über fünf Jahrzehnten, dass die Haut einen sauren pH-Wert habe und über einen Säureschutzmantel als biologische Schutzfunktion verfüge, der nicht zerstört werden dürfe. Geht es nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien der Hersteller, dann hat sich die Menschheit seit Jahrtausenden falsch gewaschen.

In Parfümerien, Apotheken, Drogerien, Lebensmittelmärkten und Bioläden findet sich heute eine große Auswahl an Kosmetikprodukten in allen Preislagen. Ob Duschgel, Haarshampoo, Lotionen, Cremes etc.: Vom Grundfunktionsprinzip her gibt es kaum Unterschiede im Angebot für die Körper- und Gesichtspflege. Sowohl konventionelle Konsumkosmetik, Lifestyle- und Luxusmarken als auch Naturkosmetikhersteller stellen ihre Pflegeprodukte auf einen sauren pH-Wert ca. 5,5 ein und schreiben ihrer Kosmetik ein ‚hautneutrales‘ Verhalten zu, das den ‚Säureschutzmantel‘ der Haut nicht zerstöre. Sie berufen sich auf wissenschaftliche Studien.

Doch wie wir leider immer wieder erfahren, müssen wissenschaftliche Erkenntnisse nicht das Nonplusultra sein. In diesem Buch unterziehe ich den hartnäckig verteidigten Glaubenssatz vom Säureschutzmantel einer strengen Überprüfung, die ebenfalls Wissenschaftlichkeit für sich in Anspruch nehmen kann. Darüber hinaus informiere ich über schädliche und krebserregende Substanzen und weise nach, dass saure Kosmetika in Kombination mit höchst fragwürdigen Zutaten eine Übersäuerung des Zwischenzellraumes bzw. des Bindegewebes mit all seinen gesundheitlichen Folgen bewirken und damit Zivilisationskrankheiten fördern können.

Besonders auf unserer Haut zeigt sich häufig, wie es um den Säure-Basen-Status bestellt ist. Die dermatologischen Praxen sind überfüllt, immer mehr Menschen leiden an Hautirritationen, Ekzemen und Hautkrankheiten. Speziell im Gesicht spiegeln sich Toxine wider. Altersflecken und Pigmentstörungen als Form der Ablagerung unterstreichen die Diagnose Übersäuerung im Zwischenzellraum ebenso wie trockene, glanzlose, matte Haut oder klebrige, feuchte Haut als ein Indiz für wasserlösliche Säureausleitung über die Schweißdrüsen. Cremes, Essenzen und Lotionen mit Wundermitteln auf Säurebasis können einfach nicht die Wirkung hervorbringen, die die Werbung verspricht.

Warum werden die Zutaten und Inhaltsstoffe nicht in der jeweiligen Landessprache verständlich benannt? Ist Kosmetikverzicht, wie ihn zahlreiche Dermatologen empfehlen, die beste Therapie für eine gesunde Haut? Im Gegensatz zur Illusion Anti-Aging aus dem Tiegel hat die Vision schöne Haut durchaus Chancen auf Verwirklichung. Dabei kann mit unterschiedlichen basischen Ansätzen das Ziel Grundregulation für das Organ Haut wieder erreicht werden.

Als Grundsatz gilt: Die Einfachheit ist die anspruchsvollste Kunst. Erstaunliche Ergebnisse lassen sich mit klassisch drogistischen Hausmitteln erzielen. Bekannt und wieder sehr beliebt sind Waschungen mit Natronlösungen, die eine wunderbar zarte Haut schenken. Kaisernatron galt schließlich als das Universalmittel und fehlte in keinem Haushalt. Waschsoda und Kreide bewirken einen ähnlichen Hauteffekt. In Insider-Kreisen sind schwache Lösungen von Borax und Wasserstoffperoxid on vogue und letztendlich reicht manchen nur Wasser und Salz für ein gepflegtes Erscheinungsbild. Ton- oder Heilerde-Packungen empfehlen sich bei desolaten Hautstrukturschäden. Bei ihrer Trocknung von außen nach innen entsteht eine Sogwirkung, Fett, Talg, Wundsekrete und Bakterien werden gebunden.

Lange Zeit war die einfache Kernseife verpönt. Jetzt finden wir sie in den Regalen der Drogeriemärkte wieder. Sie ist relativ stark basisch, gut verträglich, natürlich und preiswert. Wer es nicht so puristisch funktionell mag, für den hält die Welt der Seifenkunst faszinierende und verlockende Produkte bereit. Die traditionelle basische Seife hat es verdient, dass wir ihr einige Seiten widmen.

Seit einigen Jahren vervollständigen basische Pflegelinien von Kopf bis Fuß das Angebot. Meist kleinere Nischenanbieter haben sich neben den ‚sauren‘ Kosmetikriesen etabliert und erzielen Achtungserfolge. Sie finden gute Gründe für ihre basischen Entwicklungen, weil die Thematik Säure-Basen-Haushalt nicht beim Essen aufhört. Basische Kosmetik kann eine Bewegung auslösen. Machen wir uns auf den Weg zurück zu den Ursprüngen einer basischen Körperpflege.

Das Buch gliedert sich in neun Hauptkapitel, die folgende Bereiche behandeln:

  • Anatomie der Haut
  • Hautschutz, Hauttypen und Hautprobleme
  • Haut und Bindegewebe
  • Gibt es einen Säureschutzmantel?
  • Was macht unsere Haut krank?
  • Saure Hautsymptome und Hautkrankheiten
  • Gesunde und schöne Haut-Nährstoffe von innen und außen
  • Beliebte Inhaltsstoffe in der Naturkosmetik – ein Rohstoff-Leitfaden
  • Ausblick – was macht bzw. erhält die Haut gesund?